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    20 Jahre indische Gastlichkeit in Hannover – Michael Thürnau

     

    Die indische Küche ist eine der Hochküchen der Welt. Und ich habe selten wirklich schlecht gegeseen in einem indischen Restaurant. In Deutschland sind sie nicht so häufig wie Italiener oder Griechen. Anders zum Beispiel in London, wo an jeder Ecke indische gastfreundlichkeit praktiziert wird. Mein bestes indisches Resturant habe ich auf Mauritius gefunden – aber das ist ja nun wirklich ein wenig weit :-) Darum also das Shalimar, dass ich nach langer Zeit mal wieder besucht habe. Ich war dort essen, als es 1987 öffnete. Jetzt feiert man 20 Jahre Shalimar – und es ist noch immer richtig gut. Das Restaurant liegt im Medienviertel in der “Langen Laube”. Auch das Rotlichtviertel ist nicht weit, und so trifft sich hier ein buntes Publikum.

     

    Ein Restaurantbesuch im Shalimar beginnt flüssig, und die Auswahl ist riesig. Darf es indischer Wein sein? Oder indisches Bier? Oder ein Cocktail, der besser ist als in so mancher Hotelbar? Gemixt mit indischem Rum und frischen Früchten sind die Cocktails richtig gut im Shalimar. Ich beginne lieber alkoholfrei. Typisch indisch ist “Lassi”, eine aufgeschäumte Sauermilch. Die gibt es süß, mit Mango oder salzig. Klasse! Dann darf der Koch bei den Vorspeisen zaubern: Ausgebackenes Gemüse, Hähnchenspiesse, Fisch, Käse – alles gewürzt mit frischen Kräutern, manches scharf, manches mild. Dazu gibt es Rajita, eine Art indisches Zaziki. Dazu gibt es Padam-Chips, hauchdünne, knusprige Teigcracker. Ganz typisch ist auch Nan-Brot, ein frischer Brotfladen, mit Butter oder Knoblauch oder Käse gefüllt. “Nan” kommt frisch aus der Shalimarküche und macht glücklich – ehrlich!

     

    Beim Inder hat man immer die Wahl: Soll es mild sein? Oder Pikant? Oder scharf? Oder richtig schárf? Und das richtig scharf ist dann auch wirklich so gemeint – zum Beispiel der indische Käse im Curry! Das ist mein Favorit, aber es treibt einem den SChweiß auf die Stirn. Die Schärfe reizt Zunge und Gaumen und man schmeckt ganz anders. Es geht aber auch weniger scharf. Und alles ist wunderbar im Shalimar: Hähnchenfilets mit Feigen. Lammfleisch. Und natürlich all die vegetarischen Gerichte mit Käse oder Gemüse. Da ist nichts aufgewärmt oder vorgekocht, das kommt alles frisch auf den Tisch. Ein gutes Restaurant erkennt man ja auch daran, wie es mit einfachen Gerichten umgeht. Der Bratreis zum Beispiel ist einfach perfekt und keine Resteverwertung, wie man sie sonst so oft hat.

     

    Wenn der Gaumen brennt, kann man hinterher noch mit einem Obstteller kühlen. Alles ist frisch aufgeschnitten und appetitlich. Oder man bestellt ein typisches indisches Dessert. Da gibt es zum Beispiel eine süße Kugel aus Milch und Gries, die an nichts aus der europäischen Küche erinnert. Gerne trinke ich auch immer einen Yogi-Tee, der mit Milch auf den Tisch kommt und herrlich würzig schmeckt. Mit der Rechnung kommt im Shalimar ein Schälchen mit bunter Kräutermischung. Das soll beim verdauen helfen. Auf jeden Fall bleibt nach dem Kauen ein angeneher Anisgeschmack auf der Zunge, der noch lange an den Besuch im Shalimar erinnert. Das Restaurant finden Sie in der LAngen Laube 13 in Hannover. Guten Appetit!